Uhrtürmchen an der Stiftskirche wird saniert

Liebe Gemeindeglieder,
endlich ist es so weit: nach vielen Jahren der Klärung und Planung und nach Beschlussfassung durch den Kirchenvorstand wird in diesem Herbst endlich das Uhrtürmchen an der Stiftskirche saniert, nachdem die statische Untersuchung die höchste Dringlichkeit der Maßnahme bestätigt hatte. Dabei werden neben der Sanierung und Erneuerung der Turmhaube gleich weitere lang gehegte Wünsche erfüllt: zum einen wird die Turmuhr gerichtet, zum anderen werden nach entsprechender Restaurierung die beiden alten wertvollen Glocken aus dem Uhrtürmchen in den neu zu schaffenden Glockenstuhl im Nordturm
der Stiftskirche umgehängt, von wo sie sich künftig zusammen mit den im Südturm befindlichen Glocken zu einem wahrhaft kathedralen Geläut (Dekan i.R. Dr. Leder) vereinigen. Die Zeiten gibt dann im Uhrtürmchen ein neues Glöcklein an, über dessen genaue Art und Größe der Kirchenvorstand aber erst noch
beschließen wird. Obwohl die Baulast überwiegend beim Staat
und zu einem kleineren Teil auch bei der Stadt liegt (Turmuhr), kommt doch auf unsere Kirchengemeinde eine erhebliche Belastung zu. Da ist es gut, dass über die Jahre hinweg schon Geld dafür angespart wurde. Dennoch sind wir froh über jede Spende, die uns zur gesamten Finanzierung unseres Kostenanteils hilft. Mögen die Arbeiten unter Gottes Segen stehen und alle, die sie zum Teil in luftiger Höhe vollbringen, unter seinem Schutz.

Herzlich grüßt Sie Ihr Dekan Helmut Müller
 

Die Bauarbeiten am Uhrturm der Stiftskirche erreichten am 28. Oktober eine entscheidende Phase. Mit Hilfe eines riesigen Autokranes wurde die Turmlaterne zusammen mit den beiden als Schlagwerk der Uhr dienenden Glocken vom maroden Unterbau abgehoben und sicher auf den Boden gebracht. Dabei konnten zum ersten Mal seit etwa 100 Jahren die Glocken aus der Nähe betrachtet werden. Die größere Glocke, die für den Stundenschlag verantwortlich zeichnete, gehört dabei zu den ältesten in Süddeutschland. Wenn sie nach einer Generalüberholung wieder nach Feuchtwangen zurückkehrt, wird die etwa 900 Jahre alte Glocke, die vermutlich schon zum Bestand des Feuchtwanger Benediktinerklosters gehörte, im Nordturm ein neues Zuhause finden und zusammen mit ihrer jüngeren und kleineren Schwester aus dem Uhrtürmchen in das kathedrale Geläute der Feuchtwanger Glockenmit einstimmen.
Oktober 2005

 

Nach fast genau fünfmonatiger Abstinenz bekam der Uhrturm der Feuchtwanger Stiftskirche am 20 März 2006 seine Haube wieder zurück. In dieser Zeit wurde die neue Turmbekrönung auf dem Gelände einer heimischen Zimmerei erstellt und zwei neue Bronzeglocken als Ersatz für die Vorgängerglocken gegossen und eingebaut. Nun kam alles im Paket auf den Feuchtwanger Marktplatz und fand danach mit Hilfe eines Autokrans seinen angestammten Platz in luftiger Höhe. Wenn schließlich noch die Zifferblätter der Uhr nach ihrer Restaurierung ihre ursprüngliche Aufgabe übernehmen werden, wird das Uhrtürmchen in neuem Glanze erstrahlen und den Einheimischen und den Besuchern der Stadt mit vertrautem Klang zeigen, welche Stunde es geschlagen hat.